Die Sex- und Liebesssucht entwickeln sich höchstwahrscheinlich aus einer Kombination von psychologischen, physischen, genetischen, biochemischen und sozialen Faktoren.
Einige Menschen haben möglicherweise Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten, mit schmerzhaften Emotionen umzugehen oder blicken auf eine Vorgeschichte von sexuellem Missbrauch in der Kindheit zurück. Sich intensiv zu verlieben oder Sex zu haben, kann dieselben Arten von Neurotransmittern auslösen wie beim Konsum stimmungsverändernder Drogen. Und so wie chronischer Drogenmissbrauch zu einer Abhängigkeit führt, können wiederholende sexuelle Anfälle oder serielle Beziehungen zu ähnlichen Ergebnissen führen.
Üblicherweise werden die Betroffenen von erhöhter Scham und tiefem Bedauern überwältigt. Diese negativen Emotionen können wiederum Auslöser für weitere zwanghafte sexuelle Aktivitäten werden.
Trifft das auf Sie zu? Wenn Sie diese Frage mit ja beantworten, belasten Sie sich bitte nicht mit übermässigen Sorgen, denn Sie leiden ganz sicher nicht alleine. Tatsächlich leiden nach Schätzungen der Gesellschaft zur Förderung der sexuellen Gesundheit (Society for the Advancement of Sexual Health) etwa 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung an Sexsucht und müssen deshalb in eine Behandlungszentrum eingewiesen werden. Schätzungsweise 40 Millionen Amerikaner loggen sich jeden Tag auf etwa 4,2 Millionen pornografischen Webseiten ein.
Wie nicht anders zu erwarten, gibt es bei der Behandlung von Sex- und Liebessucht grosse Fortschritte, sodass Ihre Probleme von Fachleuten, die über ein Höchstmass an evidenzbasierten Behandlungsmethoden verfügen, reibungslos angegangen und gelöst werden können.